Ein paar gute Mahlzeiten dürfen sich wiederholen

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Es gibt für jedes Gemüse ungefähr dreitausend Rezeptideen. Das ist einerseits wunderbar. Andererseits möchte ich mittags manchmal einfach etwas essen und nicht erst die interessanteste Verwendung einer Zucchini recherchieren.

Ich habe nichts gegen neue Rezepte. Im Gegenteil. Aber für meinen Alltag wünsche ich mir ein paar Mahlzeiten, bei denen ich nicht jedes Mal von vorne überlegen muss.

Was brauche ich dafür? Wie lange dauert das? Fehlt wieder genau die Zutat, die das Ganze angeblich besonders macht?

So ein Rezept kann ausgezeichnet sein. Und trotzdem gerade nicht zu meinem Dienstag passen.

Deshalb gefällt mir die Vorstellung, mir ein kleines Repertoire aufzubauen. Ein paar Gerichte, die ich mag, deren Zutaten überschaubar sind und die auch dann funktionieren, wenn ich nicht besonders kreativ bin.

Nicht sieben verschiedene Frühstücke für sieben Wochentage. Nicht jeden Abend etwas, das ich noch nie gekocht habe. Und auch kein Speiseplan, der nur dann aufgeht, wenn ich am Sonntag drei Stunden vorbereite.

Mein Frühstücksdrink hat in meinem Alltag bereits seinen Platz. Bei den anderen Mahlzeiten möchte ich ebenfalls herausfinden, was unkompliziert genug ist, um regelmäßig wiederzukommen.

Das darf eine Suppe sein, von der etwas übrig bleibt. Ein einfaches Pfannengericht. Oder ein Essen, für das ich ohnehin vieles im Haus habe.

Entscheidend ist für mich nicht, ob es besonders originell klingt. Sondern ob ich es gerne esse und auch tatsächlich zubereite.

Natürlich darf Abwechslung sein. Aber sie muss nicht jeden Tag eine neue Aufgabe werden. Manchmal reicht eine andere Beilage, ein anderes Gemüse oder die schlichte Feststellung: Das hat mir am Mittwoch geschmeckt. Warum eigentlich nicht noch einmal?

Ich suche keine perfekte Sammlung von Abnehmrezepten. Ich suche Mahlzeiten, die einen festen Platz in meinem Leben bekommen können.

Vielleicht ist genau das ein guter Anfang: weniger neue Ideen abspeichern und ein paar davon so vertraut werden lassen, dass ich dafür irgendwann keine Anleitung mehr brauche.

Ein Lieblingsgericht verliert schließlich nicht seinen Wert, nur weil es schon einmal auf dem Tisch stand.

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