Ich koche für alle. Mich eingeschlossen.

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Wenn ich über Mahlzeiten nachdenke, geht es nicht nur darum, was ich selbst essen möchte. Da ist auch der gemeinsame Alltag. Was ist noch da? Was lässt sich vorbereiten? Und was kommt für die anderen überhaupt infrage?

Meine eigene Ernährung soll dabei nicht erst ganz am Ende auftauchen. Ungefähr dort, wo noch ein Rest übrig ist und jemand fragt, ob die Küche jetzt fertig ist.

Ich möchte abnehmen. Aber ich möchte deshalb nicht zusätzlich eine zweite Küche betreiben.

Ein Essen für die Familie, ein anderes für mich, dazu möglichst noch verschiedene Einkaufslisten und dreimal so viele Schüsseln: Das ist nicht die Art von Veränderung, die ich suche.

Mir gefällt die Idee, häufiger in gemeinsamen Bestandteilen zu denken. Ein Essen muss nicht auf jedem Teller genau gleich aussehen, damit wir zusammen essen können.

Bei einer Mahlzeit aus Kartoffeln, Gemüse und einer passenden Ergänzung lässt sich beispielsweise unterschiedlich zusammenstellen. Eine Sauce kann separat auf den Tisch. Wer etwas nicht mag, muss es nicht nehmen. Und ich darf ebenfalls überlegen, was ich gerne essen möchte.

Das ist keine ausgefeilte Ernährungsstrategie. Eher der Versuch, aus meiner Abnehmreise kein zusätzliches Familienprojekt zu machen.

Dabei möchte ich auch nicht automatisch bei der kleinsten, langweiligsten Variante landen. Mein Teller darf ein richtiges Essen sein. Nicht bloß die verkleinerte Ausgabe von dem, was die anderen bekommen.

Wichtig ist mir, dass meine Wünsche überhaupt mitgedacht werden. Nicht erst dann, wenn alle versorgt sind und ich feststelle, dass ich selbst noch keine Idee habe.

Für die nächste Mahlzeit möchte ich deshalb nicht nur fragen: Was könnte ich für alle machen?

Sondern auch: Was davon passt zu mir? Worauf habe ich selbst Lust? Und lässt sich das miteinander verbinden, ohne dass daraus mehr Arbeit entsteht?

Es wird nicht immer die Lösung geben, mit der alle gleichermaßen glücklich sind. Das muss es vielleicht auch nicht.

Aber wenn ich ohnehin plane, einkaufe und Essen vorbereite, darf ich darin vorkommen.

Nicht als Sonderfall mit Sonderdiät. Sondern als jemand, der ebenfalls mit am Tisch sitzt.

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