Warum ich vorher ständig Hunger hatte, obwohl ich genug gegessen habe.

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Ich hatte also weniger Heißhunger.

Was schon einmal ausgesprochen erfreulich war.

Aber während ich begann, meinen Körper etwas genauer zu beobachten, fiel mir etwas anderes auf.

Ich hatte erstaunlich oft Hunger.

Oder zumindest nannte ich es Hunger.

Morgens Kaffee und irgendetwas dazu.

Später eine Kleinigkeit.

Mittags essen.

Danach vielleicht etwas Süßes.

Am Nachmittag könnte man schließlich auch noch einmal schauen, was die Küche so zu bieten hat.

Und abends natürlich Abendessen.

Dazwischen diese kleinen Begegnungen mit dem Kühlschrank, bei denen man eigentlich gar nichts Bestimmtes möchte, aber vorsichtshalber trotzdem einmal die Tür öffnet.

Man weiß ja nie.

Vielleicht ist seit dem letzten Besuch etwas Neues eingezogen.

Dabei konnte ich nun wirklich nicht behaupten, dass ich zu wenig gegessen hätte.

Und genau das begann mich zu beschäftigen.

War das wirklich Hunger?

Oder war ich einfach daran gewöhnt, ständig etwas zu essen?

Vielleicht war Essen für mich längst nicht mehr nur eine Antwort auf Hunger.

Vielleicht war es Unterhaltung.

Belohnung.

Pause.

Genuss.

Manchmal Trost.

Und manchmal schlicht die Tatsache, dass etwas Leckeres da war.

Und während ich mich noch mit dieser Erkenntnis beschäftigte, begegnete mir im Internet plötzlich überall dieselbe Zahl.

16 zu 8.

Intervallfasten.

Acht Stunden essen.

Sechzehn Stunden Pause.

Ein Konzept, das im ersten Moment ungefähr so klang, als hätte jemand beschlossen, mein Verhältnis zur Küche mit Öffnungszeiten zu versehen.

Und erstaunlicherweise fand ich den Gedanken gleichzeitig völlig absurd und ziemlich interessant.

Denn wenn ich ständig aß, obwohl ich gar nicht wirklich hungrig war, vielleicht brauchte mein Körper dann gar nicht noch mehr Regeln darüber, was ich essen sollte.

Vielleicht brauchte er zunächst einfach einmal eine Pause.

Ob ich mich tatsächlich darauf eingelassen habe und wie gut eine Frau, die ihre guten Vorsätze morgens regelmäßig vergisst, mit sechzehn Stunden ohne Essen zurechtkommt, erzähle ich dir ein anderes Mal.

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